Archiv der Kategorie: 150-jähriges Gründungsfest

Ehrenpatenbitten der FFW Hof in Chameregg

Am Samstag, den 16. Mai 2026, zog die Feuerwehr Hof mit Blasmusik über die Lamberger- und die Böhmerackerstraße nach Chameregg, um einen Ehrenpatenverein für ihr 150-jähriges Gründungsfest zu erbitten.

In der Dorfmitte stoppten die beiden Vorsitzenden Matthias Adam und Werner Schäffner den Zug mit einem Kantholz quer über die Straße. Daraufhin mussten sich die Hofinger Festleiter Helmut Baumgartner und Florian Irrgang niederknien, um ihre Bitte um Übernahme der Ehrenpatenschaft vorzutragen. Während die beiden am Kantholz knieten, zog Vorstand Irrgang ein Gedicht hervor und richtete seine Bitte an die Chameregger mit den Worten: „Machts uns die Ehr und werdet Ehrenpate unserer Wehr.“

Bevor die „Schlonegger“ jedoch zusagten, mussten die Hofinger vier Aufgaben bewältigen. Bei der ersten Station sammelten Kinder mit einer Spendentrommel ein wenig „Vitamin B“.

Anschließend war Geschicklichkeit gefragt: Auf der Dorfstraße war mit Inline-Slalomstangen ein Parcours aufgebaut, den die Hofinger Feuerwehrspitze mit Unterstützung ihrer Mitglieder in mehreren Staffeln meistern musste. In der ersten Staffel schob eine Feuerwehrfrau einen Kameraden auf einem Tretbulldog durch die Slalomstangen – der Fahrer konnte dabei nichts sehen. In der zweiten Staffel wurde das Gefährt mit einem Bobbycar etwas kleiner. Bei der dritten und letzten Staffel mussten die Teilnehmer mit Vierfachskiern durch die Slalomstangen gelangen und am Ende zusätzlich einen Balken überwinden.

Nach erfolgreichem Abschluss dieser Aufgabe wartete bereits die nächste Herausforderung: Alle Hofinger mussten den Knoten ihrer Krawatte öffnen und anschließend neu binden. Auch diese Aufgabe meisterten die Wehrleute – wenn auch manche nur mit Unterstützung eines Kameraden.

Bei der letzten Aufgabe war erneut eine Schranke quer über die Straße gelegt. Seitlich daran hing ein mit Bier gefüllter Ballermann-Eimer, der zunächst geleert werden musste. Nachdem dies zügig erledigt war, öffnete sich die Schranke und beide Vereine konnten gemeinsam ins Bierzelt einziehen.

Dort angekommen, wurden die Gäste mit Schnitzel und Bier versorgt. In den späteren Abendstunden überreichten die beiden Festleiter den Chameregger Führungskräften einen Festkrug als Geschenk. Die Trägerin des Ehrenpatenbandes, Luzia Gruber, erhielt von den Hofingern bereits vorab einen Blumenstrauß. Anschließend wurde im Festzelt noch ausgiebig gefeiert.

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FFW Haderstadl sagt Ja

FFW Hof hat ihren Patenverein für das 150- jährige Gründungsfest

Das Wetter war perfekt, als die Hofinger am vergangenen Samstagnachmittag zu Fuß nach Haderstadl zogen, selbstverständlich mit Fahne, Musik und einem Fass Bier. Die beiden Fahnenträger Ludwig und Johann Bucher zeigten auf der langen und steilen Strecke, was sie konnten. In Haderstadl angekommen war der Dorfplatz schon voll mit den Mitgliedern der Haderstadlinger Wehr und einer Delegation der FFW Chameregg, dem designierten Ehrenpatenverein. Die beiden Festleiter Florian Irrgang und Helmut Baumgartner trugen ihre Bitte vor, die FFW Haderstadl möge doch angesichts der langen Freundschaft zwischen den beiden Wehren als Patenverein beim 150-jährigen Gründungsfest im Juli fungieren. Vor einer Zusage mussten die Hofinger jedoch noch harte Prüfungen bestehen. So hatten sie für die beiden Festleiter und die Kommandanten Markus Baumgartner und Bettina Wagner einen Holzrahmen gebaut, in dem die vier eine geschlagene Stunde knien mussten, während einige Andere Aufgaben zu erledigen hatten. Mit dem Knien allein war es jedoch noch nicht getan, jeder bekam „Insignien ihrer Macht“. Der Helmut einen Feuerwehrhelm mit einem Holzschild „I gib den Takt vor“ sowie eine mit Beton gefüllte große Uhr um den Hals, der Florian ebenfalls einen Feuerwehrhelm mit einem Holzschild „I muss ausbaden“ und Schwimmflügel, wohl ein Hinweis auf die unterschiedlichen Herangehensweisen der beiden. Bettina bekam eine Königskrone und einen Königsumhang und Markus einen Feuerwehrhelm mit blauer Signalleuchte. Und damit die vier nicht verdursteten bekamen sie Milchflaschen mit einem stärkenden Getränk. Bei der ersten Prüfung musste die Schirmherrin mit den beiden Festleitern zeigen, ob sie den Lamberg überhaupt kennen, wenn sie schon den Lamberger Bären als Maskottchen wählen. So hundertprozentig gelang das nicht, hatte die Karin doch gleich bei der Höhe des Lamberg die Kirche samt Kirchturm mit eingerechnet. Der Hofinger Vereinsdiener Thomas Schamberger musste dann beweisen, dass er Infopost für die Haderstadlinger auch an die richtige Adresse zustellen könnte. Knifflig wurde es, als die Haderstadlinger wissen wollten, ob die Hofinger auch unter erschwerten Bedingungen das Saugschlauchkuppeln beherrschen, wenn sie denn schon bei ihrem Fest einen „Kuppel-Cup“ durchführen. Die Hofinger schafften die Aufgabe mit Bravour, obwohl sie durch die Schweißerbrillen kaum etwas sehen konnten. Mit der nächsten Aufgabe wollten die Haderstadlinger wohl dem anwesenden Ersten Bürgermeister Martin Stoiber darlegen, wie wichtig ein neues Fahrzeug wäre. Denn sie hatten ein Tretfahrzeug organisiert, mit dem die Hofinger zu einem „Einsatz“ fahren mussten. Der Wassertruppmann Max Irrgang musste dazu mit Eimern Wasser holen, mit dem eine Handpumpe befüllt wurde. Die Festmutter Katrin Betz und die Festbraut Theresa Steinkirchner konnten dann das „brennende“ Haus löschten. Bei jeder erfüllten Aufgabe erhielten die Hofinger ein Holzschild mit einem Wort, bis endlich die Patenbraut Julia Gruber das erlösende „Ja“ aus einem oberen Fenster des Feuerwehrgerätehauses abseilte und der Schriftzug „Feierwehr Haderstodl sagt JA zu Hof“ zu lesen war.

Anschließend ging es gemeinsam nach Hilm in die neu erbaute, wunderschön dekorierte Halle von zweitem Vorstand Julian Klingseisen, wo es reichlich zu trinken von der Brauerei Hofmark und gut zu essen vom Gasthaus Schneider gab. Sogar eine große Hüpfburg hatten die Haderstadlinger aufgebaut. Festleiter Florian Irrgang begrüßte zunächst die Ehrenamtsträger aus Hof und Haderstadl sowie Lotte Zißler, die Hofinger Festmutter von 1980 und den damaligen Schirmherrn Anton Schamberger. Auch über die Anwesenheit des Ersten Bürgermeisters sowie der örtlichen Stadträte Stefan Schönberger und Thomas Platzer und des Pfarrers Sebastian Scherr freute er sich. Er wies auf die jahrzehntelange Freundschaft zwischen der FFW Haderstadl und der FFW Hof hin. Bei den vergangenen Festen war man jedes Mal gegenseitig Patenverein oder Ehrenpatenverein. Er verglich die Verbindung der beiden Vereine mit einer Ehe, in der derzeit eine besonders glückliche Phase herrsche. Anschließend übergab Helmut an den 1. Vorstand Martin Wals und den 1. Kommandanten Richard Müller noch einen mit ihren Namen versehenen Maßkrug, auf dass das Bier beim Fest im Juli niemals ausgehen möge. Nach mehreren Grußworten spielte das Quartett „Die Lumpen“ bis in die frühen Morgenstunden. Die Stimmung war grandios, die Bierbänke wurden kaum zum Sitzen gebraucht, weil fast alle, auch die älteren Semester, auf den Bänken standen. Besonders der Hofinger Kassier Jürgen Steinkirchner genoss die Stimmung und vollführte geradezu Freudensprünge, wird er doch beim Fest selbst immer im Festbüro sitzen müssen. Auch der Lamberger Bär schaute kurz vorbei, worüber sich besonders die Kinder freuten. Nach glücklichen Stunden machten sich schließlich einige der letzten Hofinger kurz vor dem Morgengrauen zu Fuß auf den langen Heimweg hinab ins Tal.

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Ehrenämterbitten in Hof

Am 21. März fand in Hof das traditionelle Ehrenämterbitten der Feuerwehr statt. Neben den Hofinger Feuerwehrlern nahmen auch die beiden Patenvereine Chameregg und Haderstadl mit der Patenbraut Julia Gruber an der Veranstaltung teil.

Auftakt war am Feuerwehrhaus, von wo aus den Auserwählten mit musikalischer Begleitung des Grenzland Trios von ihren Wohnhäusern abgeholt wurden. Der Festzug führte zunächst zur ehemaligen Bürgermeisterin Karin Bucher. Anschließend ging es weiter zu Theresa Steinkirchner, die gemeinsam mit ihren Eltern bereits vor dem Anwesen wartete. Dritte Station war Katrin Betz, die den Zug ebenfalls vor der Haustür empfing.

Nach dem gemeinsamen Rückmarsch zum Feuerwehrhaus wurden die Teilnehmer im Festzelt begrüßt. Unter den Ehrengästen befanden sich unter anderem die Festmütter vergangener Jubiläen, Lotte Zißler (100-jähriges Gründungsfest) und Silvia Meißner (125-jähriges Gründungsfest), sowie die damaligen Schirmherren Anton Schamberger und Xaver Haberl.

Im Anschluss an eine Stärkung erfolgte die offizielle Anfrage durch die Festleiter Florian Irrgang und Helmut Baumgartner. Zuvor mussten die Verantwortlichen noch mehrere Aufgaben bewältigen. Schließlich sagten Katrin Betz als Festmutter, Karin Bucher als Schirmherrin und Theresa Steinkirchner als Festbraut ihre Unterstützung für das 150-jährige Gründungsfest der Feuerwehr Hof zu.

Patenbrautbitten der FFW Haderstadl

Das 150-jährige Jubiläum der FFW Hof vom 16. – 20. Juli 2026 warf am Samstagabend wieder einmal seine Schatten voraus, sehr lange Schatten, wie sich herausstellen sollte. Der Patenverein der Hofinger, die FFW Haderstadl, hatte sich nämlich mit der 26-jährigen Julia Gruber eine Feuerwehrlerin mit Leib und Seele ausgesucht, die den ganzen Verein beim Fest schmücken sollte. Gemeinsam mit einer Abordnung des Jubelvereins und des Ehrenpatenvereins, der FFW Chameregg, zog die Vorstandschaft mit Musik, dem Vereinstaferl und der Fahne von Haderstadl aus zum elterlichen Anwesen von Julia in Hilm. Der 1. Vorstand Martin Wals gab sich in Reimform große Mühe, seine Wertschätzung für Julia auszudrücken. So ist sie denn nicht nur hübsch, klug und fleißig (sie arbeitet als PTA in einer Apotheke), sondern vor allem mit der Feuerwehr seit Kindesbeinen an fest verwurzelt, genauso wie die gesamte Familie Gruber. Aber die Julia wollte zuerst wissen, ob sich denn die beiden Vorstände, der Martin und der Julian Klingseisen, sowie die Kommandanten Richard Müller und Alexander Eberl überhaupt noch ausreichend feuerwehrtechnisch auskennen. Und nachdem sie eine von drei Kinderbeauftragten der Feuerwehr ist, führte sie kurzerhand die fünf Aufgaben der Kinderflamme, nämlich eine Feuerwehraufgabe, Brandschutzerziehung, Erste Hilfe, eine Teamaufgabe und einen mündlichen und schriftlichen Teil in etwas altersangepasster Form durch. Als erstes mussten sich die vier Herren einen Verband in der Hand anlegen, in der sie einen Maßkrug trugen. Das klappte noch einigermaßen elegant. Bei der nachfolgenden Aufgabe, sich zu viert auf eine Rettungsdecke zu stellen und diese umzudrehen, ohne die Rettungsdecke zu verlassen, kam es dann aber zu erheiternden Verrenkungen. Als das geschafft war, kam schon die nächste Herausforderung: das Anlegen eines Brustgurts mit Spierenstich. Mit Ach und Krach gelang auch das, leider nicht in der geforderten Zeit. Dann aber wurde es richtig knifflig. Denn Julia wollte wissen, ob die vier Herren sie auch wirklich gut kennen. Und deshalb stellte sie Fragen nach ihrer Schuhgröße, der Anzahl ihrer Tattoos, ihrem Lieblingslied bei Feuerwehrveranstaltungen, wie viele Dirndl sie besitzt, was ihr Lieblingsgetränk ist und welchen Platz die FFW Haderstadl im Jahr 2017 bei den Jugendwettspielen belegt hat. Zum großen Erstaunen der Anwesenden wussten der Martin, der Julian, der Richard und der Alexander fast alles. Abschließend musste nur noch die „Brandschutzaufgabe“ bestanden werden: die Vier bekamen nacheinander drei Schnäpse vorgesetzt und mussten erraten, welcher das ist. Schon beim ersten waren sie sich gar nicht einig. So kamen Aussagen wie „ein Schnaps ist es auf jeden Fall“ bis zu „mild“ und „der hat über 60 %!“ Aber die Julia ließ in diesem Fall Milde walten und sagte wegen der Gesamtleistung schließlich doch Ja. Und da sie genau an diesem Tag Geburtstag hatte bekam sie von der Feuerwehr noch ein Geburtstagsgeschenk und alle Anwesenden sangen ihr ein Ständchen. Von Florian Irrgang und Helmut Baumgartner, den beiden Vorständen der FFW Hof, bekam sie dann noch einen Blumenstrauß und den ersten der mit ihrem Namen versehenen Festkrüge mit dem Versprechen, dass dieser Krug beim Hofinger Fest niemals leer werden würde. Anschließend wurden alle von Julia, ihrem Freund Johannes und ihren Eltern Max und Anita sowie ihren drei Schwestern bestens bewirtet. Die „Woid Lumpn“, zwei junge Burschen aus Weiding und Eschlkam, spielten zünftig auf und so wurde es ein äußerst vergnüglicher Abend. Gerüchten zufolge blieben die Hofinger bis halb fünf Uhr früh und damit fünf Minuten länger als die Chameregger, weil sie sich vom Godl nicht mehr derblecken lassen wollten wenn sie allzu früh mit dem Feiern aufhören.