Am Samstag, den 1. August 2026, feierte unser langjähriges Mitglied Josef „Sepp“ Fink seinen 90. Geburtstag. Zu diesem besonderen Anlass überbrachte eine Abordnung der Freiwilligen Feuerwehr Hof die herzlichsten Glückwünsche und feierte gemeinsam mit dem Jubilar.
Neben unserer Feuerwehr gratulierten auch der OGV Chammünster, die KAB Chammünster sowie zahlreiche Nachbarn, Freunde und Wegbegleiter.
Sepp trat am 1. Januar 1965 in die Freiwillige Feuerwehr Hof ein und ist damit seit über 60 Jahren ein treues Mitglied unserer Wehr. Von 1977 bis 1982 engagierte er sich zudem als Kassenprüfer und übernahm dabei Verantwortung für die Belange des Vereins.
Bis heute zeigt Sepp seine Verbundenheit zur Feuerwehr und zählt zu den treuen Besuchern unserer Veranstaltungen. Für seine langjährige Treue, seine Unterstützung und sein großes Interesse am Feuerwehrwesen bedanken wir uns herzlich.
Die Freiwillige Feuerwehr Hof wünscht unserem Sepp weiterhin Gesundheit, Zufriedenheit und noch viele schöne Jahre im Kreise seiner Familie und Freunde.
Der reale Hintergrund des Hofinger Feuerwehrmaskottchens
Nicht ohne Grund hat die FFW Hof einen Bären als Botschafter für ihr 150-jähriges Feuerwehrjubiläum vom 16. – 20. Juli 2026 gewählt. Denn seit 1983 befindet sich an der Außenwand der Kirche zur Hl. Walburga auf dem Lamberg das Bildnis eines Jägers, der einen Bären erschießt. Dieses Bildnis wurde von Matthias Voit, dem damaligen Pfarrer der Urkirche Chammünster, bei dem Altöttinger Kunstmaler und Bildhauer Kurz Porzky in Auftrag gegeben. Bereits seit etwa dem Jahre 1934 gab es an der Lambergkirche eine Bären-Jagdszene, die ein namentlich nicht mehr bekannter Zeichenlehrer von der Oberrealschule in Cham gemalt hatte und die eine noch frühere Darstellung einer Sonnenuhr ersetzte. Diese Darstellung wurde 1965 von dem bekannten Regensburger Maler und Künstler Fritz Wurmdobler neu gemalt. Dass die Malerei einen realen Hintergrund hat, kann der Hofinger Heimatforscher und Dorfchronist Peter Stoiber mit mehreren historischen Funden belegen. Stoiber, der sich seit vierzig Jahren mit heimatkundlichen Themen befasst und unzählige historische Bücher gesammelt hat, fand in einem alten böhmischen Jagdbuch den Hinweis, dass am Lamberg im 18. Jahrhundert noch Bären geschossen wurden. Und er weiß auch noch von der mündlichen Überlieferung, der zufolge beim Ausbau des sog. Franzosenweges am Lamberg (heute der Weg zum Funkmast), der von französischen Kriegsgefangenen im Jahre 1915 begonnen wurde, eine oder mehrere Höhlen gefunden wurden. Und vor allem fand Peter Stoiber einen Bericht des in Cham am 8. Februar 1790 als 6. Kind eines Mautners (Zollbeamten) und Salzhändlers geborenen Heimatforschers Joseph Rudolf Schuegraf. Schuegraf, der sich zunächst als Schreiber und bei der königlichen Finanzdirektion verdingte, musste seinen Militärdienst aus gesundheitlichen Gründen bereits in jungen Jahren aufgeben. Dies ermöglichte ihm, seine Tätigkeit als Mundartforscher und regional tätigem Historiker zu intensivieren. Schuegraf ist es zu verdanken, dass viele historische Akten gerettet wurden. Und so konnte auch folgende Geschichte überliefert werden: „Von einem Mesner des Kirchleins zur heiligen Walburga, der um 1700 lebte, wird erzählt, dass dieser ein eifriger Nimrod (sic. leidenschaftlicher Jäger) war. In den fast undurchdringlichen Wäldern gab es noch Bären, die mit Vorliebe von dem Kirchendiener im Geheimen gejagt wurden. Seine Jagdleidenschaft stieg so weit, dass er den Raubtieren bis in ihre finsteren Höhlen nachkroch und sie mit seinem Gewehr niederschoss. Auf dem Büchsenlauf steckte er immer ein brennendes Wachslicht, um in der Finsternis der tiefen Felsenhöhlen besser zielen zu können. Der Mesner soll 90 Jahre alt geworden sein und man fand nach seinem Tode in seiner Behausung an die 100 Bärenfelle.“ Ob tatsächlich derart viele Bärenfelle gefunden wurden, sei dahingestellt. Da die Gegend um Cham, ebenso wie der gesamte Bayerische Wald, zur damaligen Zeit fast gänzlich bewaldet war, erscheint jedoch durchaus glaubhaft, dass es Bären gab am Lamberg. Der letzte Bär ist laut Aussage der Hofinger nach einem rund 250-jährigen Winterschlaf wieder erwacht und zu ihrem Freund geworden. Und Joseph Rudolf Schuegraf, der am 28. Oktober 1861 verstarb, wurde für seine Verdienste bereits im Jahre 1871 von seiner Heimatstadt geehrt, in dem eine Straße nach ihm benannt wurde.
Stolz waren Florian Irrgang und Helmut Baumgartner, die beiden Festleiter der FFW Hof, als sie vor wenigen Tagen die Festschrift für das vom 16. – 20. Juli stattfindende 150-jährige Jubiläum ihrer Feuerwehr in Empfang nehmen konnten. Das Werk vieler Mitglieder der FFW Hof, vor allem von Katharina Stoiber (Layout), Peter Stoiber (historischer Teil) und Karin Bucher (jüngere Geschichte) kann sich mehr als sehen lassen. Auf 175 Seiten im übersichtlichen quadratischen Format werden nicht nur aktuelle Fotos des kompletten Festgefolges, Festvereins und der Patenvereine FFW Haderstadl und FFW Chameregg gezeigt. Es wird auch anschaulich geschildert, wie die Ortschaft Hof und seine Feuerwehr entstanden ist, wie die Entwicklung über die Jahrhunderte hinweg war und vor allem, was die FFW als den einzigen Verein in Hof heute ausmacht. Und weil ein Feuerwehrfest ohne Spender und Sponsoren kaum mehr zu bewältigen ist beschlossen die beiden Festleiter, das erste Exemplar der Festschrift der Sparkasse im Landkreis Cham zu überreichen, den Sponsoren des am Festsamstag stattfindenden „LamBÄRger Kuppelcup“. Johann Urban, Bereichsdirektor Mediale Unterstützung und Richard Heigl, Filialdirektor Cham bei der Sparkasse im Landkreis Cham, staunten ihrerseits nicht schlecht, dass sogar der Lamberger Bär, gewissermaßen das Maskottchen der Hofinger, mit nach Cham zur Übergabe gekommen war. Johann Urban führte aus, dass die Sparkasse mit ihrem Sponsoring die Gemeinschaft und den Zusammenhalt fördern wolle. Neben guter Beratung und fairen Finanzdienstleistungen sei die Förderung von Vereinen, die ehrenamtlich enorme Beiträge für die Gemeinschaft erbringen, seit jeher ein wichtiger Teil der über 200 Jahre alten Sparkassen-Idee. Zu erwerben ist die Festschrift im Festbüro sowie am Donnerstag, 2. Juli 2026 von 18 – 19 Uhr im Hofinger Feuerwehrgerätehaus.
Einen Tag nach dem Ehrenpatenbitten nahm die Hofinger Wehr am Chamer Traditionsumzug „Klingendes Cham“ teil. Hier konnte man sich vor dem 150-jährigen Gründungsfest nochmals der Öffentlichkeit präsentieren und für das bevorstehende Jubiläum werben. Mit dabei war auch der Hofinger Bär, der bei den zahlreichen Zuschauern entlang der Strecke für Aufmerksamkeit sorgte
Am 30. April wurde in Hof wieder das traditionelle Maibaumaufstellen gefeiert. Bereits am Vormittag begann der ereignisreiche Tag: Der diesjährige Maibaum wurde im nahegelegenen Wald geschlagen und anschließend zum Dorfplatz transportiert. Dort schmückten ihn die Hofinger mit viel Engagement und Liebe zum Detail.
Gestiftet wurde der Baum in diesem Jahr von Werner Baumgartner. Mit einer beeindruckenden Länge von 25,5 Metern ragte er später über den Dorfplatz hinaus und bildete den Mittelpunkt der Feierlichkeiten.
Nachdem der 1. Vorstand, Florian Irrgang, die Dorfgemeinschaft herzlich begrüßt hatte, begann das eigentliche Aufstellen des Maibaums. Unter der fachkundigen Anleitung von Schäffner Walter wurde der Baum sicher und traditionell in die Höhe gebracht – ein Moment, der von vielen Zuschauern mit Spannung verfolgt wurde.
Ein besonderes Highlight für die jüngeren Besucher war im Anschluss das Aufstellen des Kindermaibaums durch die Kinderfeuerwehr, die mit großem Einsatz dabei war.
In geselliger Atmosphäre klang der Abend schließlich aus. Zur späten Stunde wurde der Maibaum traditionell verlost. Als glücklicher Gewinner durfte sich Christian Schnurr über den Gewinn freuen.
Das Maibaumaufstellen war auch in diesem Jahr wieder ein gelungenes Fest, das den Zusammenhalt und die gelebte Tradition in Hof eindrucksvoll unter Beweis stellte.